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Projekte 2007 (Last Update: 07.04.2008) |
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| S-115/06/Z |
"The Development of Cooperative Norms in Human Societies"
Shakti Lamba, University College London Fr. 30'449.-
Zusatzgesuch zum 3-jährigen PhD-Stipendium S-115/06 für die Feldarbeit in Indien, da der grösste Teil der Mittel von Fr. 133'636.30 (für 3 Jahre) als Schulgeld an das University College in London geht.
Das Projekt befasst sich mit der Entstehung und Etablierung altruistischen Verhaltens in der Gesellschaft. Konkret soll diese Problematik in dörflichen und kleinstädtischen Gemeinschaften untersucht werden, die über den gleichen kulturellen Hintergrund verfügen, sich aber in ökonomischen und demographischen Faktoren unterscheiden. Innerhalb dieser Gemeinschaften wird kooperatives Verhalten zwischen Individuen anhand standardisierter ökonomischer Spielparadigmen getestet. An der Schnittstelle von Soziobiologie und Soziologie, Verhaltensökologie und Ökonomie, Anthropologie und Kulturwissenschaft behandelt die Dissertation das aktuelle Thema der Evolution altruistischen Verhaltens beim Menschen. Die an verschiedenen Populationen des indischen Gond-Stammes durchzuführende verhaltensökologische, ökonomische und evolutionsbiologische Feldstudie bildet ein Kernstück des Projekts und wird aus den zusätzlichen Mitteln finanziert. |
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| T-105/07 |
"Jubliäums-Symposium: Universitäres Wissen teilen"
Dr. Hansueli Rüegger, Universität Zürich Fr. 70'000.-
Das 2-tägige Symposium findet im Rahmen der Feierlichkeiten zum 175-Jahr Jubiläum der Universität Zürich am 17./18. März 2008 statt. Um wissenschaftlichen Umgang in interdisziplinären Dialogen zu reflektieren, wird zu Beginn des Symposiums an Beispielen aus der Geschichtswissenschaft, der Sprachwissenschaft und der Verhaltensbiologie betrachtet, wie unterschiedliche Disziplinen forschen, was sie unter «Wissen» verstehen, welche Methoden sie einsetzen und mit welcher Sprache Resultate vermittelt werden. Universitäres Wissen ist geteiltes Wissen. Es gibt keine Einheitswissenschaft, die universitäre Erkenntnisse in ihrer Gesamtheit umfasst. Die Gegenstände wissenschaftlicher Betrachtung sind mitbestimmt durch die Betrachtungsweise der jeweiligen Disziplin. Damit disziplinäre Erkenntnisse Bestandteil universitären Wissens werden, braucht es den Dialog über die Grenzen der Disziplinen hinweg. Renommierte Wissenschafter aus allen Disziplinen spüren den Einsichten aus interdisziplinären Dialogen nach. Das Symposium richtet sich an ein akademisches Publikum, aber auch an die interessierte Öffentlichkeit.
http://www.175jahre.uzh.ch/symposium |
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| T-111/07 |
"Mit Tempo in die Zukunft? Die Geschwindigkeit der Eisenbahn"
Prof. Dr. Ulrich Weidmann, Institut für Verkehsplanung und Transportsysteme ETH Zürich Fr. 3'500.-
Die am 28. Juni 2007 stattfindende Tagung will die Nachfrage nach schneller Mobilität aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten: historisch, ökonomisch, technisch, raumplanerisch, soziologisch und das Thema auch im internationalen Kontext diskutieren. Daraus sollen Schlussfolgerungen für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft für die Zukunft des schweizerischen Hochgeschwindigkeitsverkehrswesens gezogen werden. Die Zusammenarbeit des Instituts für Verkehrsplanung und Transportsysteme der ETH mit der ETH Technikgeschichte sowie der Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Zürich hat ein vielfältiges, interessantes Programm ergeben, welches das Thema disziplinübergreifend behandelt. Die Referenten sind internationale und Schweizer Experten aus Technik, Sozialwissenschaften und Geschichte wie auch aus Wirtschaft und Politik. Der Beitrag finanziert die Teilnehmergebühren für Studierende.
http://www.ivt.ethz.ch/news/20070628_seminar/ |
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| T-114/07 |
"Internationale Konferenz zur Geschichte der Kartographie (ICHC 2007)"
Hans-Uli Feldmann, Arbeitsgruppe für Kartengeschichte der Schweiz, c/o Swisstopo, Wabern Fr. 10'000.-
Hauptziel der Konferenz ICHC2007 (22. Internationaler Kongress) ist die Förderung und Diskussion der Geschichte der Kartographie. Sie wird von der Arbeitsgruppe für Kartengeschichte zusammen mit dem Kartographischen Institut der ETH und dem Geografischen Institut der Universität Bern organisiert und findet vom 8. -13. Juli 2007 in Bern statt. Das Programm ist äusserst vielfältig und spannt den ganzen Bogen von rein historischen zu rein kartografietechnischen Fragestellungen. Vier Themenblöcke werden behandelt:
1. Kartographische Geländedarstellung
Mit Fragestellungen wie: Lässt sich bereits eine Geschichte der Kartographie des Meeresbodens schreiben? Wie haben Topographen und Kartographen die Geländedarstellung gemeistert? Welche Eigenheiten haben sich bei der Hochgebirgsdarstellung herausgebildet?
2. Karten und Tourismus
Wie hat der Tourismus die Kartierung und den Kartenhandel beeinflusst? Sind Muster der Kartennutzung erkennbar, die durch Reiseveranstalter des 19. und 20. Jahrhunderts angeregt wurden? Ab wann und wie wurden überhaupt touristische Karten als Massenprodukt verbreitet? Wie war es kommerziell möglich, Karten von Gebieten herzustellen, die für die meisten Menschen unerreichbar waren?
3. Sprachen und Karten
Wie gingen Kartenmacher mit Übersetzern und Übersetzungen um? Zeigen ihre Karten, die sie für verschiedene Nutzergruppen oder Länder hergestellt haben, dieselben geographischen Bezeichnungen? Wann werden Exonyme, wann Endonyme benutzt? Wurden Verlage durch die Sprachenpolitik eines Landes unter Druck gesetzt? Welche Probleme stellten sich insbesondere in mehrsprachigen Ländern? Kennen wir überhaupt die «Sprache» alter Karten?
4. Zeit als vierte Dimension in der Kartographie
Wann begannen Karten unsere dynamische Umwelt und nicht ein idealisiertes oder statisches Bild darzustellen? Lautet die Antwort anders, wenn wir an mittelalterliche oder so genannte thematische Karten denken? Wie lange waren Karten in Gebrauch, bis sie ersetzt wurden? Wie sieht es mit Kartenwerken aus, deren Herstellung Jahrzehnte dauerte?
http://www.ichc2007.ch
pocket programme |
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| R-118/07 |
"Inducing corporeal illusions to understand self and subjectivity: Combining philosophy of mind and cognitive neuroscience"
Prof. Olaf Blanke, EPFL, Lausanne (Fortsetzungsgesuch R-122/05) Fr. 61'828.-
Es geht weiterhin um die Frage, wie man seinen eigenen Körper wahrnimmt und wie Störungen in dieser Wahrnehmung ausgelöst werden. Die extremste Form einer Störung ist die „Out of Body Experience“, wo der Körper und das „Ich“ an unterschiedlichen Orten wahrgenommen werden. Dieses Phänomen, das künstlich ausgelöst werden kann, wird oft im Zusammenhang mit Nahtoderfahrungen erwähnt und von einigen Forschern als Aspekt des Leib-Seele Problems gesehen. Olaf Blanke hat, zusammen mit dem Kognitionsphilosophen Thomas Metzinger, bei gesunden und psychisch kranken Probanden (zum Teil mit spontanen OB-Erfahrungen) solche Empfindungen durch Stimulationen bestimmter Areale des Cortex ausgelöst. In der Vorperiode beschränkten sich diese auf Störungen des vestibularen Systems und visuelle Illusionen. Es zeigt sich, dass das Gleichgewichtsorgan bei der Selbstwahrnehmung eine zentrale Rolle spielt, die weit über den Gleichgewichtssinn hinausgeht. Dies zeigt sich auch daran, dass die kortikalen Regionen, deren Stimulation „Out of Body“ Empfindungen auslösen mit einigen der bekannten Regionen des vestibularen Systems zusammenfallen oder in deren unmittelbaren Nähe liegen. Diese Erkenntnisse sollen nun vertieft analysiert werden. |
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| R-120/07 |
"Tool-related culture and vocal dialects in New Caledonian Crows"
Professor Alex Kacelnik, Oxford University Fr. 134'986.- (für 3 Jahre)
Bei der Neu-Kaledonischen Dohle, Corvus moneduloides sollen die Mechanismen "kultureller" Innovation und "kulturellen" Transfers am Beispiel von Werkzeuggebrauch und vokaler Dialektbildung untersucht werden. Erstmals liesse sich damit bei einer Tierart die Hypothese testen, ob Imitationen erlernter Fähigkeiten über die Generationen hinweg zu schrittweisem Technologiefortschritt führen. Der Reiz der Langzeitstudie liegt vor allem darin, dass hier in einem räumlich beschränkten Inselareal die Gesamtheit der Subpopulationen erfasst, nach genetischen Verwandschaftsverhältnissen eingeordnet und nach vokalen Dialekten sowie nach Art und Vielfalt der erstellten Werkzeuge kartographiert werden kann. Das konzeptionell und technisch anspruchsvolle - jedoch aufgrund der geleisteten Vorarbeiten und der Erfahrung der Forschungsgruppe erfolgversprechende - Projekt dürfte mit seiner originellen, multidisziplinären Fragestellung biologisch einzigartig sein. Sollte sich Gavin R. Hunts Hypothese (publiziert in den Proceedings of the Royal Society) über die kulturelle Transferierbarkeit und den damit verbundenen "technologischen Fortschritt" (die kulturelle Amplifikation) bei Werkzeuggebrauch und Vokalisation der Dohlen bestätigen lassen, wäre bei einem höheren. nicht-humanen Vertebraten erstmals eine für die Evolution der Gattung Homo (nicht nur von H. sapiens) entscheidende Grundvoraussetzung nachgewiesen.
Minikameras für Krähen:
Forschern aus Oxford ist es gelungen, Krähen mit einer Minikamera auszurüsten. Die Technologie dazu kommt hauptsächlich aus der Mobiltelefonindustrie. Wissenschaftler zeigen sich begeistert: Die Aufnahmen geben einen völlig neuen Einblick ins Verhalten der Vögel.
Mehr unter: http://www.sf.tv/sf1/einstein/index.php?docid=20080327 |
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| R-123/07 |
"Mathematical culture in treatises and in practitioners' hands: the role of mathematical instruments in the emergence of modern science"
Dr. Samuel Gessner, Universität Lisabon Fr. 9'140.-
Der Gesuchsteller ist dipl. phys. EPFL mit einer Zusatzausbildung in Epistemologie der Universität Paris 7. Er promovierte in Wissenschaftsgeschichte an der Universität Lissabon, wo er nun als Post-Doc arbeitet. Sein Arbeitsgebiet ist die vor-galileische Wissenschaftsgeschichte. Er interessiert sich speziell für den Einfluss, den frühe „mathematische“ Instrumente auf die Entwicklung der Naturwissenschaften hatten. Instrumente wie Winkel, Transporteure, Astrolabien und Sextanten hatten zunächst einen rein praktischen Wert in der Baukunst und der Navigation. Wie kam es, dass diese schliesslich - zum Teil in weiterentwickelter Form - zu wissenschaftlichen Instrumenten wurden und damit die Anfänge der wissenschaftlichen Experimentierkunst ermöglichten? Diese faszinierende Fragestellung, die mit der Frage nach der Aufspaltung der Geistes- und Naturwissenschaften zusammenhängt, soll anhand von zeitgenössischen Schriften und Artefakten analysiert werden. Dazu sollen die einschlägigen Sammlungen in Paris, München, Florenz, London und Krakau studiert werden. Da die Heiminstitution die Spesen für diese Reisen nicht übernehmen kann, werden diese durch die cogito foundation finanziert. |
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| P-126/07 |
"The Journey of Maps and Images on the Silk Road"
Prof. Dr. Andreas Kaplony, UZH, Dr. Philippe Forêt, ETHZ, Fr. 10'000.-
Das orientalische Seminar veranstaltete am 14. Mai 2004 einen 2-tägigen Kongress zum Thema: „Die Seidenstrasse als Achse für den Austausch von visuellem Wissen“, welchen die cogito foundation unterstützt hat (T-116/03). Nun liegen die Tagungsunterlagen druckfertig vor. Die Aufbereitung der Manuskripte erfolgte in Zusammenarbeit des Instituts für Kartographie der ETH und dem orientalischen Seminar der Universität Zürich. Das Buch zeigt die Resultate der wirklich disziplinübergreifenden Konferenz. Sie wurde als Arbeitstagung mit stark interdisziplinärem Charakter (Astronomie, Kartographie, Klimatologie, Geographie, Medizin, Kunstwissenschaften, Kulturwissenschaften, Mediävistik, Islamistik) durchgeführt. Zur Verbreitung der Erkenntnisse dieser Konferenz wird die Publikation der Ergebnisse unterstützt (Kosten für das Lektorat und Publikationsbeitrag). |
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| S-129/07 |
"Interpretations of Probability in Evolutionary Biology"
Bengt Autzen, LSE London, Fr. 79'860.- (für 33 Monate)
Die Dissertation will untersuchen, welcher Wahrscheinlichkeitsbegriff der evolutionsbiologischen Theorienbildung am ehesten angemessen ist. Das Thema wird pluralistisch untersucht, um verschiedene Interpretationen und quantitative Formulierungen des Wahrscheinlichkeitsbegriffs zu vertiefen und dann zu prüfen, wie diese verschiedenen Fassungen des Wahrscheinlichkeitsbegriffs in den heute forschungsmässig sehr aktiven biologischen Disziplinen wie molekulare Phylogenie, Populationsgenetik oder evolutionäre Spieltheorie zum Zuge kommen. Alle diese Disziplinen arbeiten heute vermehrt mit theoretischen, mathematisch ausformulierten Modellen und wahrscheinlichkeitstheoretischen Instrumentarien. Nur damit können sie überhaupt zu biologisch relevanten Aussagen gelangen. Das Projekt ist auf ein mathematisch, biologisch und auch philosophisch relevantes Thema fokussiert, das bisher in dieser Form nicht oder höchstens in Teilaspekten disziplinspezifisch - aber nicht disziplinübergreifend - behandelt wurde. |
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| R-131/07 |
"Nosognosia: unrealistic optimism and the denial of illness"
PD Dr. Peter Brugger, Universitätsspital Zürich, Fr. 140'925.- (für 3 Jahre)
Von allen Agnosien (Wahrnehmungsstörungen bei intakten Sinnesorganen) scheint die Anosognosie (die Unfähigkeit, die eigene Krankheit oder Behinderung wahrzunehmen) eine der rätselhaftesten zu sein. Heute gibt es keine Forschung darüber, was denn bei der Anosognosie nicht funktioniert oder was Nosognosie wirklich ist. Nicht einmal das Wort hat bisher existiert! Allerdings gibt es viele Publikationen über die Erwartung zukünftiger Erkrankungen mit einer weit verbreiteten Tendenz zu unrealistischem Optimismus. Der Grund könnte auf eine verminderte Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften zurückzuführen sein. Dies soll nun untersucht werden, indem die Veränderungen in der Wahrnehmung der gegenwärtigen und zukünftigen Gesundheit von Probanden während einer hemisphärischen Stimulation beobachtet werden. Die Untersuchung wird von der Doktorandin Corinne Tamagni durchgeführt. |
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| T-132/07 |
"Neurotheologie – Kontroverse über den Ursprung religiöser Erfahrungen"
Hans-Peter von Däniken, Paulus-Akademie Zürich, Fr. 4'800.-
Die Paulus-Akademie führt am 13. März 2008 einen Workshop über „Neurotheologie“ durch. Mit Neurotheologie wird der Sachverhalt angesprochen, wonach religiös-emotionale Befindlichkeiten, Erlebnisse und Zustände mit ganz bestimmten Hirnzuständen verbunden sind. Was lange Zeit zum Kompetenzbereich der Geisteswissenschaften gehörte, ist zum Gegenstand der Hirnforschung geworden. Ist Glaube demnach nichts anderes als ein Hirnphänomen? Der echt interdisziplinär angelegte Workshop mit dem Neuroanatomen Prof. Michael Frotscher, Freiburg i.B., dem Theologen Prof. Ulrich Eibach, Bonn und dem Philosophen Prof. Thomas Schmidt, Frankfurt, konfrontiert die verschiedenen Perspektiven und gibt Gelegenheit zu vertiefter Reflexion. |
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| T-133/07 |
"T-133/07 "Erste Schweizer explore-it Erfindungsmesse für Kinder und Jugendliche"
Prof. Dr. Ch. Weber, D. Vögelin, PH FHNW; R. Providoli, PHVS; Fr. 11'000.-
Das 2005 lancierte Projekt „explore-it“ organisiert Lernanlässe für Schulen und Jugendliche, welche zum Forschen und Erfinden anregen. Ziel ist es, das Verständis für Technik und Naturwissenschaften bei der jungen Generation zu fördern und die Motivation für die Wahl von technischen Studienrichtungen zu erhöhen. „explore-it“ ist eine Initiative der Pädagogischen Hochschule Wallis und der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz.
Im Laufe der Arbeit mit Kindern und Lehrpersonen entstand die Idee, eine Erfindermesse für Kinder und Jugendliche zu organisieren, um die „Erfinde-Teile“, d.h. von Schülern selbst entwickelte technische Objekte, speziell präsentieren zu können. Die erste wird am 4. Juni 2008 in Zofingen AG stattfinden. Die cogito foundation übernimmt die Kosten für die Planung, Organisation und die Referentenentschädigung, Preise, Mittagessen und Reisespesen sowie Verbrauchsmaterial für den Gruppenwettbewerb. Die 60 Schulklassen, welche bisher mit dem Material von „explore-it“ gearbeitet haben, wurden gebeten, die in den „Erfinde-Sequenzen“ entwickelten Objekte zu dokumentieren. Bis zu 150 Kinder werden aufgrund ihrer Arbeiten zur Erfindermesse eingeladen. Als Eintrittsticket für die ganze Klasse dienen also gelungene Arbeiten. |
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| R-135/07 |
"Recordo ergo sum: Neuroimaging of hypnosis and memory suppression"
Dr. Patrik Vuilleumier, Universität Genf, Fr. 79'285.-
Hypnose soll als Werkzeug benutzt werden, um den Mechanismen des Verdrängens von bestimmten Gedächtnisinhalten auf die Spur zu kommen. Niemandem ist es bis jetzt gelungen, die neuronalen Entsprechungen des Verdrängens von Erinnerungen nachzuweisen aus dem einfachen Grund, dass das verordnete und bewusste Verdrängen einer bestimmten Erinnerung gar nicht möglich ist. Aufgrund der Forschungsergebnisse von hypnotisch induzierten Lähmungen, welche zeigen, dass dabei diejenigen Hirnareale aktiviert wurden, von denen man weiss, dass sie motorische Vorgänge hemmen, soll nun die hypnotisch induzierte Verdrängung von Erinnerungen untersucht werden. Aus den fMRI - Beobachtungen werden grundlegende Erkenntnisse über die Funktionsweise des Erinnerns und des Vergessens erwartet. Besonders spannend ist die Unterscheidung des Erinnerns von Gesichtern und anderen Bildern, weil das Gehirn diese Kategorien unterschiedlich behandelt. |
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| T-136/07 |
"World Knowledge Dialogue"
Prof. Francis Waldvogel, WK Dialogue Foundation, Genf, Fr. 10'000.-
Die World Knowledge Dialogue Foundation (WKD) wurde im Juni 2006 gegründet. Präsident ist André Hurdt, ehemaliger Rektor der Universität Genf. Francis Waldvogel, ehemaliger Präsident des ETH-Rats ist Direktor des Exekutivrates von WKD. Das Ziel – das gleiche wie das der cogito foundation – ist: Naturwissenschaften und Geistes- und Sozialwissenschaften einander näher zu bringen, um so die grossen Probleme unserer Zeit anzugehen. Vom 10. - 13. September 2008 soll nun das 2. Symposium erneut in Crans-Montana stattfinden, das unterstützt wird.
http://www.wkdialogue.ch |
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| F-139/07 |
"Social information and the evolution of culture"
Dr. Daniel J. Rankin, Universität Bern, Fr. 5'050.-
Aufgrund einer mathematischen Beschreibung soll untersucht werden, wann verschiedene Lernstrategien besonders effizient sind. Dabei geht es vor allem um den Unterschied des Lernens von Peers/Eltern oder ein Kopieren des Verhaltens eines einzelnen Führers. Wenn solche Strategien in einen grösseren Zusammenhang gestellt werden, erlaubt dies das Studium der kulturellen Evolution. Diese kann dann auch mit der biologischen Evolution verglichen werden. Das Thema wird bei einem Studienaufenthalt bei Kevin Foster in Harvard bearbeitet, wobei auch Interaktionen mit Martin Nowak geplant sind. Das Thema ist im Zeitalter des Web 2.0 nicht nur interessant sondern auch relevant, denn die partizipären Blogs und ähnliche Plattformen führen zu einer vollkommen neuen Art der Verbreitung von Memen. |
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| P-149/07 |
"Le défi de l'inter- et transdisciplinarité"
Theres Paulsen, Institut Universitaire Kurt Bösch (IUKB), Sion, Fr. 5'000.-
Um die Diskussion zum Thema „Herausforderung Inter- und Transdisziplinarität – Konzepte, Methoden und praktische Umsetzung in Lehre und Forschung“ weiter zu bringen, organisiert das IUKB am 7. März 2008 in Sion eine nationale Tagung. Konkret geht es darum, wie die Universitäten Studenten für inter- und transdisziplinäres Arbeiten ausbilden können. Alle wichtigen Akteure auf dem Gebiet der disziplinübergreifenden Arbeit sollen zusammen geführt werden. Zugesagt haben ihre Mitarbeit u.a. Exponenten von Universitäten vor allem aus der Westschweiz, aber auch aus Basel, der ETH, dem SNF, Collegium Helveticum und dem World Knowledge Dialogue. An der Tagung soll zuerst ein Überblick über die Inter- und Transdisziplinarität in der Wissenschaft gegeben und dann Masterstudiengänge vorgestellt und innovative Studiengänge diskutiert werden. Um die Ergebnisse der Diskussion einem breiten Publikum zugänglich zu machen, ist eine Publikation geplant, welche von der cogito foundation finanziell unterstützt wird.
Programm
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| S-153/07 |
"Gesundheitsinterventionen für Nomaden der Sahelzone"
Dr. Anna Katharina Münch, Princeton University, NJ Fr. 112'825.-
Im Dissertationsprojekt „Gesundheit der Tamasheq in Mali“ (R-108/04, R-112/05) “ wurden gültige Krankheitsrepräsentationen und deren Verteilung im kulturellen Kontext der Tamasheq Nomaden mit besonderer Berücksichtigung von Frauen und Kindern untersucht. Diese Grundlage soll nun dazu dienen, angepasste Gesundheitsstrategien im Hinblick auf spezifische Infektionskrankheiten wie HIV, Malaria, Tuberkulose und Syphilis zu entwickeln. Als Post-Doc-Arbeit wird die Arbeit in einer Forschungspartnerschaft zwischen dem „Office for Population Research“, Princeton University NJ, USA, (Prof. Burton Singer), dem Schweizerischen Tropeninstitut STI, Basel, (Prof. Marcel Tanner, PD Dr. Jakob Zinsstag) dem „Centre Suisse de Recherche Scientifique“ CSRS, Abidjan, Côte d’Ivoire (Prof. Bassirou Bonfoh) und dem „Institut du Sahel“, Bamako, Mali ausgeführt. Der Forschungsansatz bleibt nach wie vor stark interdisziplinär. Methodologisch werden in erster Linie Brücken geschlagen, diesmal jedoch nicht nur zwischen Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften, sondern auch zwischen Nord und Süd und gleichzeitig zwischen Forschung und Entwicklung als transdisziplinärer Prozess im Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. |
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