the cogito foundation
 
  Schlussberichte 2006   (Last Update: 07.02.2008)
   
 
R-117/03  

"The development of stem cell research and bioethics" Fr. 101'000.-
Prof. Dr. Rainer Schweizer, Universität St. Gallen; Dr. Beatrix Rubin, Universität Basel

Im Zusammenhang mit der Diskussion um die Stammzellenforschung und Keimzellen aus reproduktionsbiologischer Sicht wurde die Dynamik des Forschungsprozesses untersucht. Wichtige wissenschaftliche Akteure wurden über ihre Einschätzung der Entwicklung und ihren persönlichen ethischen Überlegungen sowie ihre individuelle Wissenschaftler-Motivation befragt. Die Diskussion über Forschungsregulierung in diesem Bereich wurde vergleichend aufgearbeitet.

     
R-126/04  

"Risikokonzepte in Technikdiskursen. Eine vergleichende Analyse von Molekularbiologie und Nanowissenschaften" Fr. 70'000.-
Prof. Sabine Maasen, Dipl. Natw. ETH Monika Kurath, Universität Basel

Die Studie verglich die Entwicklung des Risikodiskurses über Gentechnik in der Schweiz und den USA. Dabei wurden historische Ereignisse gesucht, welche die Diskussion beeinflussten. Zudem wurden 69 Personen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und NGO interviewt. In den Gesprächen wurde immer wieder die Rolle der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft angesprochen sowie Prognosen über potenzielle Anwendungen der gentechnischen Grundlagenforschung, was die Akzeptanz einschränkt.

http://www.ethlife.ethz.ch/articles/tages/kriseinderwissenschaft.html

     
P-102/05  

"KIDSinfo – Mädchen und Technik" Fr. 10' 000.-
Dr. Andrea Leu, Dr. Barbara Tschopp, Vereinigung der Ingenieurinnen (SVIN), Zürich

Auch heute ziehen viele Mädchen bei ihrer Berufswahl einen technischen Beruf gar nicht in Erwägung, weil ihnen dazu weibliche Vorbilder fehlen. KIDSinfo stellt das Spektrum von technischen Berufen und die Faszination für Technik für Mädchen und Buben gleichermassen attraktiv dar. Den Primarschulen werden kostenlos Präsentationen angeboten, um früh Einblick in naturwissenschaftliche und technische Berufe von Frauen zu vermitteln, welche später Fächern wie: Physik, Chemie, Geologie etc. zugeordnet werden können. Es ist wichtig, die Bedeutung der Technik als Grundlage unseres Wohlstands bereits im frühen Schulalter zu vermitteln.

www.kids-info.ch

     
F-117/05  

"Crossing the boundaries between the normal and the paranormal" (Anschlussgesuch F-110/03) Fr. 62'636.15
Dr. Peter Brugger, Dr. John Palmer, Neuropsychologische Abteilung, Universitätsspital Zürich

Paranormale Fähigkeiten, welche bestimmte Personen, insbesondere bei Telepathieexperimenten zu zeigen scheinen, sind möglicherweise auf das Phänomen "Implizites Lernen von Reihen" zurück zu führen - eine Fähigkeit, versteckte Muster unbewusst wahrzunehmen. Ein Exponent der Parapsychologie (John Palmer) und ein skeptischer Neuropsychologe (Peter Brugger) haben in einer Serie von streng kontrollierten Experimenten dieses Phänomen untersucht, das oft als Ausdruck telepathischer Fähigkeiten missverstanden wird. Es wurde bestätigt, dass die Anhänger der Parapsychologie besser implizit lernen als die Skeptiker. Eine Reihe von Experimenten deutet darauf hin, dass dies damit zu tun hat, welche Hirnhälfte bei der Informationsgewinnung die Oberhand hat. Es zeigt sich, dass man implizites Lernen leicht ausschalten kann, aber nur, wenn die Probanden nicht wissen, dass sie etwas lernen werden. Viele Fragen bleiben offen oder wurden neu aufgeworfen.

Schlussbericht
Crossing the boundaries between the normal and the paranormal

     
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